Science Art: loosing mass

Date:2013-10-13 10:28:00

loosing mass

From time to time I produce some nice pictures during my work at the University or during my studies at home or somewhere else. Often these pictures are subjected to errors or are debug output in the code development of some program. Maybe they have no scientific meaning but they look nice. So I put them here without any context. They are just art.

Science Art: Errors in Michaelis Menten Simulations

Date:2012-03-06 20:00:00

Errors in Michaelis Menten Simulations

From time to time I produce some nice pictures during my work at the University or during my studies at home or somewhere else. Often these pictures are subjected to errors or are debug output in the code development of some program. Maybe they have no scientific meaning but they look nice. So I put them here without any context. They are just art.

neues Paper

Date:2009-01-21 13:00:00

Model Development for the Viral Kcv Potassium Channel. Viel Spaß damit.

Botanik zum anschauen

Date:2009-01-01 18:50:00

Vor ein paar Tagen habe ich angefangen das Buch "Pflanzenjäger" von Hielscher und Hücking zu lesen. Aber ich wollte nicht über das Buch schreiben. Das haben schon andere gemacht. Ich bin einer Fußnote im Kapitel über Paul Hermann gefolgt und habe dadurch die Website des Natural History Museum, London gefunden. Dort kann man sich das Herbar von Hermanns Sri Lanka (Ceylon) Aufenthalt ansehen. Und weil es so schön ist: The Endeavour Botanical Illustrations.

Spieltheorie

Date:2008-12-09 16:32:00

Bei den ScienceBlogs habe ich einen sehr schönen und und gut verständlichen Artikel zu einem spiel-theoretischem Problem der Autoverkäufer im US-Bundesstaat Oregon gefunden. Es geht um die Frage, ob man seinen Laden Sonntags öffnen sollte oder nicht: C. Reinboth: Gefangenendilemma in Oregon.

Natürlich ein Ionenkanal

Date:2008-05-23 10:38:00

Wissenschaftler der Universität Jerusalem haben festgestellt, dass Weihrauch als psychoaktive Substanz wirkt. Zumindestens mal bei Mäusen (scinexx: Weihrauch als Droge entlarvt). Ob man Mäusen jetzt den Besuch von Gottesdiensten anraten sollte oder besser nicht mehr mit dem Auto von der Kirche heim fährt, sollen andere entscheiden. Ich fand sehr interessant zu erfahren, dass die Psychokativität durch die Aktivierung von Calcium-Kanälen im Gehirn stattfindet. Und wer das alles noch mal genauer Nachlesen will, findet die Orginalquelle hier: Moussaieff et. al.: Incensole acetate, an incense component, elicits psychoactivity by activating TRPV3 channels in the brain, FASEB, 2008.

Stickstofffixierender Metabolismus bei der Zitterpappel

Date:2008-08-21 11:11:00

Bei der Zitterpappel sind jetzt wohl Hinweise auf einen Stickstofffixierenden Metabolismus gefunden worden. Durch die Analyse von radioaktiven Stickstoffisotopen konnten die Wissenschaftler der Purdue University nachweisen, dass die Pappeln Luftstickstoff in ihren Blättern fixieren können (spektrumdirekt: Stickstoffkreislauf: Pflanzen nehmen Luft-Stickoxide auf und verbauen sie und Lockwood et al.: Foliar uptake of atmospheric organic nitrates, GEOPHYSICAL RESEARCH LETTERS, VOL. 35 (2008)). Ich kannte bis jetzt nur die Luftstickstofffixierung durch Bakterien- oder Mykorrhiza-Symbiosen und bin jetzt gespannt was sich auf dem Gebiet noch ergibt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Pappel sich den Fixierungsmetabolismus durch Gentransfer von (frühere) Symbionten "geklaut" hat.

wenn Viren krank werden

Date:2008-08-07 13:52:00

In einem Pariser Kühlturm wurde jetzt eine Amöbe gefunden. So weit nichts ungewöhnliches. Das diese Amöbe von einem Virus befallen wird ist auch eher zu erwarten gewesen. Interessanter wird es schon, wenn man liest, dass der Virus einen neuen Größen-Rekord aufgestellt hat.

Total begeistert war ich aber darüber, dass ein zweiter sehr kleiner Virus-ähnlicher Partikel gefunden wurde der die Viren-Fabrik (also den Ort in der infizierten Amöbe, indem der Virus neue Kopien seiner selbst produziert) befällt. Die Entdecker schlagen dafür den schönen Namen Virophage vor. Ein Virus der einen Virus befällt.

Und wer das ganze noch mal journalistisch aufbereitet lesen will, kann das bei Nature machen: Nature News: "Virophage" suggests viruses are alive.

Satelliten in Echtzeit verfolgen

Date:2008-04-05 11:34:00

Auf der Webseite www.n2yo.com: REAL TIME SATELLITE TRACKING kann man Satelliten, Raumstationen und Space Shuttles beim überfliegen der Erde verfolgen. Man bekommt eine Google-Maps Karte angezeigt in der die Position des Objekts eingezeichnet sind und das ganze aktualisiert sich dann ständig. Sehr schön anzusehen und ich weiß jetzt das die ISS gerade über Nepal ist. Aber lange wird sie da nicht bleiben...

Bernstein einmal zum Röntgen

Date:2008-04-02 15:33:00

Mit Hilfe von Röntgenstrahlen ist es möglich nicht-transparente Bernsteine zu durchleuchten und nach Einschlüssen zu durchsuchen. Das ganze geht sogar soweit, dass man 3D-Rekonstruktionen eingeschlossener Insekten erstellen kann, anhand deren sich die Insekten wohl recht gut bestimmen lassen: scienceticker.info: Röntgenstrahlung schält Fossilien aus Bernstein

Chaos im Schlamm

Date:2008-02-14 14:08:00

In Nature wurde jetzt ein Artikel mit einer Langzeit-Analyse eines Plankton-Ökosystems veröffentlich. Besonders untersucht wurde dabei die Möglichkeit das Verhalten des Ökosystems vorherzusagen, mit dem Ergebnis, dass sich das Ökosystem chaotisch verhält und eine Vorhersage von 15-30Tage in die Zukunft erlaubt. Interessant finde ich auch die Vermutung, dass die Vorhersagbarkeit von Ökosystemen von der Generationsdauer der beteiligten Spezies abhängen könnte. Falls ich jetzt Interesse geweckt habe: Bei scienceticker.info gibt es eine schöne Zusammenfassung (scienceticker.info: Chaos im Nahrungsnetz) und für alle die einen Nature-Zugang haben oder den Artikel kaufen wollen gibt es hier den Orginalartikel: Nature 451, 822-825 (14 February 2008):Chaos in a long-term experiment with a plankton community

Werkzeugkasten

Date:2008-02-06 15:53:00

Für den kleinen oder großen Systematiker in uns gibt es ein neues Werkzeug zur Einordnung von Pflanzen in den schönen großen Stammbaum der Botanik. Gefunden habe ich das ganze bei BBC. Es geht darum, dass es gelungen ist ein Chloroplasten-Gen zu identifizieren, welches sich wohl als eine Art Barcode eignet. In dem Artikel sieht das alles ganz toll aus. Als währen jetzt alle Probleme der Systematik gelöst. Das dürfte eine Übertreibung sein, praktisch finde ich es trotzdem: DNA "barcode" revealed in plants

Mehr Fahrräder

Date:2007-09-14 11:26:00

Britische Wissenschaftler haben ein Verkehrskonzept für London vorgestellt, dass mir auch hier gut gefallen würde. Sie schlagen vor nur eine große Autobahn für die Stadt zu haben und kleine Strecken von zu Hause oder von der Autobahn aus, dann mit dem Rad oder zu Fuß zurück zu legen. Gleichzeitig sollte dann das Geld das man im Straßenbau spart dafür nutzen die Rad- und Fußwege weiter auszubauen. Das ganze soll dann die Kohlendioxid-Emissionen senken und die Bevölkerung wieder gesünder und aktiver machen. Als Radfahrer und Fußgänger hätte ich hier auch nichts dagegen. Ich würde sogar sagen: Einen zentralen Park- und Ride- Parkplatz irgendwo vor Darmstadt (vielleicht noch zusammen mit den umliegenden Städten) und von da kann man dann mit Bus und Bahn in die Nähe des gewünschten Zielortes kommen und dann geht es zu Fuß weiter. Beim Ausbau der Rad-, Fuß- und ÖPNV-Wege könnte man dann gleich noch dafür sorgen, dass man mehr Fahrräder in den Bussen und Straßenbahnen transportieren kann und die nicht mit einem Rad und zwei Kinderwägen voll sind. Den einzigen Auto-Verkehr den man dann nur noch zulassen müsste wäre der Lieferverkehr für die Geschäfte. Das könnte man ja in einem bestimmten Zeitfenster machen. Aber wenn ich dran denke, dass es in meinem Schwimmverein Leute gibt die zu faul sind 800m zum Schwimmbad zu Fuß zu gehen sondern das Auto nehmen, werde ich wohl noch so lange an einer dreispurigen Schnellstraße wohnen müssen, bis ich hier wegziehe. Quelle: spektrumdirekt: London: Autos raus als Klimaschutz?

Datenspeicherung bei Bakterien

Date:2007-08-29 18:58:00

Heute, wie meistens, nur ein Hinweis auf einen schönen Artikel. Diesmal von wissenschaft.de: Wie Bakterien die Jahrmillionen überdauern

Feel the groove, kleiner Schleimpilz

Date:2008-01-14 16:02:00

Beim scienceticker habe ich einen Artikel über die Fähigkeit von Schleimpilzen Rhythmen zu erlernen gefunden: scienceticker.info: Schleimpilz mit Rhythmusgefühl

Werbung

Date:2007-05-31 18:22:00

Measuring in vivo elasticities of Calvin cycle enzymes: Network structure and patterns of modulations

Warum Raupen besser ihre Zähne putzen sollten,

Date:2007-05-10 20:59:00

könnt ihr in diesem Artikel von scienceticker.info erfahren: Raupen-Mundgeruch warnt Pflanzen

Familienzusammenführung

Date:2007-01-13 22:01:00

Rafflesia hat eine Familie bekommen. Mit Hilfe von DNA-Proben und etwas Bioinformatik konnte sie der Familie Euphorbiaceae zugeordnet werden: BBC NEWS: Family found for gigantic flowers Morgen werde ich dann mal meinen Weihnachtsstern fragen, ob er sich über die neue Verwandschaft freut.

von Ionen und Viren

Date:2006-10-27 19:37:00

Als halber Ionenkanalmodellierer muss ich natürlich den Artikel über Möglichkeit erwähnen die Ionenaktivität von Zellen automatisch mit Hilfe eines Chips zu überwachen. Wenn ich das jetzt auch noch automatisiert auswerten kann, muss ich nur noch ein Programm schreiben, dass die Ergbnisse des Chips mit meinem Modell vergleicht und kann einen Kaffee trinken gehen. Chip spioniert Zellen aus New biochip helps study living cells, may speed drug development Außerdem habe ich noch in einem Artikel auf scienceticker gelesen, dass wir wohl einen alten Freund verloren haben. Ich kannte das kleine Kerlchen bis heute zwar nicht, aber interessant fand ich die Geschichte trotzdem. Virus geht eigene Wege

Wie Reben den Zaun hinaufkommen

Date:2006-11-21 15:27:00

Juchhu. Ich finde dann doch auch mal einen Artikel zur Biomathematik in meinen "trivialen" Wissenschaftsquellen. Leider steht nicht so viel drin. Aber ich werde mir mal die Quelle zu gemüte führen. wissenschaft.de - Wie Reben den Zaun hinaufkommen

Es blitzt

Date:2006-11-14 16:10:00

Heute gibt es mal eine neue Methode zur Strukturbestimmung von Molekülen: Blitzartig abgelichtet Vielleicht kann man damit, ja die Proteine entschlüsseln bei denen die Röntgenstrukturanalyse Probleme macht. Oder wir finden heraus, dass die DNA gar keine Doppelhelix ist... Und wem das zu hell und heiß ist, hier noch einen Artikel aus der Netzeitung in dem es um Oberflächen geht die sich mit "Stacheln" selbst steril halten. Zumindestens bis wir die Bakterien finden die die Stacheln nutzen um ihre Zellwand dazwischen aufzuspannen. Feine Stacheln zerstören Keime

bundisch wars

Date:2006-10-25 21:25:00

Bei scienceticker war heute zu lesen, dass Paläontologen der Ohio State University wohl gelbe Pigmente in verteinerten Seelilien gefunden haben. Damit währe wohl die frage geklärt, ob die Welt vor der Erfindung des Farbfernsehens schwarz-weiß war: Fossilien liefern älteste Pigmente Und dann habe ich bei wissenschaft.de noch eine sehr merkwürdige Idee gelesen, wie man bemannte Marsmissionen bewerkstelligen kann. Das ist so verrückt, dass lohnt sich gelesen zu werden: Per Anhalter von der Erde zum Mars

ews+++Breaking News+++Breaking News+++Break

Date:2006-10-24 16:00:00

Heute mal wieder (wie meistens eigentlich) ein paar Lesetipps: 1) Bei wissenschaft-online.de habe ich einen Artikel über biologische und chemische Kriegsführung bei Bakterien gelesen. Es werden verschieden Strategien vorgestellt mit denen Bakterien versuchen einen Lebensraum für sich zu gewinnen. Es wird aber auch eine friedliche Alternative besprochen... Mord und Multikulti 2) Bei scienceticker.info konnte ich lesen, dass amerikanische Paleontologen Hinweise auf Darmparasiten bei Entenschnabeldinosauriern gefunden haben. Die armen Tierchen durften sich wohl auch schon mit Nematoden und ähnlichen rumschlagen. Sehr verwunderlich finde ich das allerdings nicht. Immerhin gibt es Nematoden schon etwas länger und bei der langen Zeitspanne in der man Dinosaurier treffen konnte musste man sich bei der Koevolution auch nicht unbedingt beeilen. Parasitengänge im Dinosaurier-Darm 3) Und zum Schluss noch einen Artikel aus der Netzeitung. Genetiker aus Europa haben wohl das Gen bei Mäusen entdeckt, dass die zeitliche Steuerung des Hungergefühls übernimmt. Gefühlte Essenszeit ist genetisch gesteuert Viel Spaß beim lesen.

Es lebt

Date:2006-09-20 08:25:00

Ich habe eben auf BBC gelesen, dass es Botanikern der Millennium Seed Bank gelungen ist ein paar Samen zum Keimen zu bringen die 1803 am Kap der Hoffnungen von einem Kaufmann gesammelt wurden. Das sind zwar nicht die ältesten Samen die wieder ausgekeimt haben (es ist auch schon bei 500 Jahre alten Lotus-Samen und angeblich auch bei 2000 Jahre alten Palmensamen gelungen), aber ich finde es trotzdem beeindruckend: BBC NEWS: Seeds 200 years old breathe again

Kriegsbericht

Date:2006-09-08 17:56:00

Ich hab mal wieder bei www.scienceticker.info einen interessanten Bericht über die Mechanismen und Gegenmechanismen der pflanzlichen Bakterienabwehr gelesen. Es geht darum, dass Pflanzen in der Lage sind ihre Spaltöffnungen zu schließen wenn Bakterien versuchen über diese in die Pflanze einzudringen. Im Gegenzug gibt es aber auch Bakterien die die Spaltöffnungen selber wieder öffnen können. Viel Spaß beim lesen. Pflanzen sperren Schädlinge aus

Teamwork

Date:2007-01-26 20:41:00

Heute gibt es mal zwei Artikel zu Symbiosen. Einmal in der netten Variante. Eine schöne Symbiose zwischen einem Gras, einem Pilz und einem Virus.Ein Virus in einem Pilz in einer Pflanze Und einmal in der nicht so freundlichen Variante. Wie Paramecien Plastide versklaven. Kernklau im Plankton

von Bienchen, Blümchen, Moosen und Krebsen

Date:2006-09-02 11:17:00

Ich hab eben einen interessanten Artikel gelesen über die Coevolution von Insekten und Pflanzen gelesen: Kleine Krabbler helfen beim Moos-Sex Viel Spaß beim lesen.

Cuscuta auf der Jagd

Date:2006-09-29 19:48:00

Ich hab eben einen Artikel bei Scienceticker gelsen, dass Cuscuta-Arten (Teufelszwirn / Engelshaar / Kleeseide, ach Trivial-Namen sind was tolles) ihre Wirte am Geruch erkennen. Zu lesen gibt es das ganze hier: scienceticker - Teufelszwirn wächst der Nase nach. Bei Wikipedia habe ich dann noch ein ganz nettes Bild dazu gefunden: Cuscuta bei Wikipedia

schöne bunte Kanalwelt

Date:2006-08-30 14:47:00

So für all diejenigen die wissen wollen was ich eigentlich den ganzen Tag bei den Chemikern treibe: mein Kanal Das ist ein Kalium-Kanal eines Chlorella-Virus. Erstellt wurde das ganze mit dem Programm charmm (nicht gerade billig, aber man braucht es auch nicht unbedingt zu Hause) und visualisiert habe ich es mit dem Programm vmd. Zu sehen ist der Kaliumkanal in der Mitte (fette Moleküle) darum sieht man in türkis die Membranmoleküle in denen der Kanal steckt. Ganz schwach in rot kann man das Wasser erkennen das die Membran umgibt.

von Viren und Evolution

Date:2006-07-18 11:02:00

Ich wollte mal wieder einen sehr schönen Artikel empfehlen: Carl Zimmer: Did DNA Come From Viruses?, Science 12 May 2006: Vol. 312. no. 5775, pp. 870 - 872 Der Autor Carl Zimmer stellt dabei die Theorien Patrick Forterres vor, dass Viren eine sehr wichtige Rolle in der Evolution des Lebens spielten. Forterre geht davon aus, dass sowohl die DNA von Viren erfunden wurde, als Schutz vor den RNasen der Bakterien, als auch, dass die drei Domänen des Lebens (Bakterien, Archaeen, Eukaryoten) durch Infektion von irgendwelchen Ur-Zellen entstanden sind. Er geht sogar soweit Viren als die vierte Domäne des Lebens zu bezeichnen und stellt die Hypothese auf, dass auch der Zellkern ein Virus ist. Seine Theorien sind sehr ungewöhnlich, da sie vielem widersprechen was man als Lehrbuchwissen lernt. Aber ich finde er erklärt sehr gut ein paar Fragen die ich mir schon immer gestellt habe wenn ich mich mit Evolution beschäftigt habe. Wie hat sich RNA zur DNA entwickelt? Wie kam es zu großen Veränderungen und sprunghaften Mutationen in der Evolution? Wo kommt der Zellkern her? Wie sind Bakterien, Archaeen und Eukaryoten entstanden?

Selbstbestäubende Orchideen

Date:2006-06-22 11:27:00

Wegen der großen Nachfrage (immerhin 100% meiner bekannten Leserschaft hat sich beschwert) hier mal wieder ein Eintrag. Eigentlich wollte ich ja vor Monaten hier ein kleines Programm schreiben das ein Räuber und Beute Verhalten nach Volterra simuliert. Das habe ich nicht gemacht. Vor lauter Semester bin ich nicht dazu gekommen. Now something completely different. Ich habe gestern einen sehr interessanten Artikel gelesen. Es geht darum um die asiatische Orchideen-Art Holcoglossum amesianum, die sich selbst bestäuben kann. Normalerweise haben Orchideen sehr komplexe Organe ausgebildet um genau dies zu verhindern, z.B. kleine Trennwände zwischen Staubblatt und Griffel und ähnliches. Die Bestäubung wird dann entweder vom Wind oder von Insekten vorgenommen. Alles schön und gut. Diese Orchidee hat sich aber eine Nische ausgesucht in der es weder Wind noch Insekten gibt. Sie lebt in asiatischen Bergwäldern als Epiphyt und blüht von Februar bis April. Das Wetter in dieser Jahreszeit ist trocken und windstill und die Insekten sind auch noch am schlafen. Und was macht die Orchidee? Sie lässt einfach ihr Staubblatt um die Trennwand, die die Selbstbefruchtung verhinder soll, herumwachsen und geht den Griffel besuchen. Was lernen wir daraus? Inzest ist wohl besser als aussterben. Zumindestens für Holcoglossum amesianum. Von denen, für die es nicht besser war, werden wir wohl nie erfahren.

von Räubern und Beute

Date:2006-03-18 15:10:00

Neulich bin ich auf die Publikation Fluctuations in the Abundance of a Species considered Mathematically von Prof. Vito Volterra (Nature Vol.118 S.558ff, 1926) gestoßen. Prof. Volterra stellt dort sein berühmtes Räuber-Beute-Modell vor. Der Artikel hat mich an ein Computerprogramm erinnert, dass ich in meinem Bio-LK geschrieben habe. Es sollte das beschriebene Verhalten simulieren. Leider funktionierte das damals nicht sehr gut und die Populationszahlen schwankten eher merkwürdig. Seit meinem Bio-LK habe ich ein bisschen was dazu gelernt, was das Programmieren und die Mathematik angeht und ich habe mir deshalb gedacht, dass ich mal wieder ein Programm zur Simulation des Räuber-Beute-Verhaltens schreiben könnte. Und damit hier ein bisschen Leben in mein Blog kommt werde ich das ganze hier dokumentieren. So genug der Ankündigung. In ein paar Tagen gibt es hoffentlich ein paar erste Gedanken.